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	<title>Helge Fuhst</title>
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		<title>ARD Doku &#8220;Facebook &#8211; Milliardengeschäft Freundschaft&#8221; großer Erfolg</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 09:53:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Bereits die exklusive Premiere im Abaton-Kino in Hamburg zog die Massen an. Der Kinosaal mit knapp 300 Plätzen war fünf Tage vorher ausverkauft. Die Musikerin Ann hatte ihren überragenden Auftritt vor dem Film, im Anschluss moderierte Helge Fuhst den Abend. &#8230; <a href="http://helge-fuhst.de/216/news/ard-doku-groser-erfolg/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits die exklusive Premiere im Abaton-Kino in Hamburg zog die Massen an. Der Kinosaal mit knapp 300 Plätzen war fünf Tage vorher ausverkauft. Die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=lRoUedB5XS4" target="_blank">Musikerin Ann</a> hatte ihren überragenden Auftritt vor dem Film, im Anschluss moderierte Helge Fuhst den Abend. Im Gespräch waren die Autorinnen Svea Eckert und Anika Giese sowie der BBC-Autor Charles Miller zum Thema Facebook. In einer Diskussionsrunde waren die Experten Thomas Holz (Universität Bochum) und Achim Himmelreich (Börsenexperte) vertreten. Die Fernsehpremiere in der ARD erreichte mit 10,4 Prozent und 1,77 Millionen Zuschauern einen Spitzenwert auf dem Dokumentationsplatz.</p>
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		<title>Helge Fuhst moderiert Diskussionsrunde zu ARD Facebook-Dokumentation</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 09:01:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Erste zeigt am 13. Februar 2012 um 22:45 Uhr die Dokumentation &#8220;Facebook &#8211; Milliardengeschäft Freundschaft&#8221; von Svea Eckert und Anika Giese. Bereits am Mittwoch, den 08. Februar um 20 Uhr gibt es im Abaton-Kino in Hamburg eine Preview des &#8230; <a href="http://helge-fuhst.de/211/news/ard-facebook-dokumentation/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Erste zeigt am 13. Februar 2012 um 22:45 Uhr die Dokumentation &#8220;Facebook &#8211; Milliardengeschäft Freundschaft&#8221; von Svea Eckert und Anika Giese. Bereits am Mittwoch, den 08. Februar um 20 Uhr gibt es im Abaton-Kino in Hamburg eine Preview des Films. Anschließend findet eine Diskussionsrunde mit Experten zum Thema &#8220;Facebook&#8221; statt, moderiert von ARD-Journalist Helge Fuhst. Weitere Infos unter: <a href="http://www.abaton.de">www.abaton.de</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Neues Buch: „Living the Dream – Für die Musik nach Amerika“</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jul 2011 08:27:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im April ist das Buch „Living the Dream – Für die Musik nach Amerika“ fertig gestellt worden, ein Gesprächsband von Helge Fuhst mit der Augsburger Klarinettistin Susanne Ortner-Roberts und Beiträgen von Musikern aus Deutschland und den USA. Der Leser geht &#8230; <a href="http://helge-fuhst.de/115/news/neues-buch/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im April ist das Buch „Living the Dream – Für die Musik nach Amerika“ fertig gestellt worden, ein Gesprächsband von Helge Fuhst mit der Augsburger Klarinettistin Susanne Ortner-Roberts und Beiträgen von Musikern aus Deutschland und den USA. Der Leser geht auf eine Reise durch die Musikwelt von Wolfgang Amadeus Mozart bis Benny Goodman, über den Glauben, ein neues Land und die eigene Herkunft.</p>
<p>Das Buch erscheint im Sommer 2011 im Wißner-Verlag.<br />
<a title="Amazon.de" href="http://www.amazon.de/Living-Dream-Klarinettistin-Ortner-Roberts-Gespräch/dp/389639827X" target="_blank"> www.amazon.de</a><br />
<a title="Wißner-Verlag" href="http://www.wissner.com/product_info.php?products_id=4624" target="_blank"> www.wissner.com</a></p>
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		<title>Das Ausland war eine große Bereicherung</title>
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		<pubDate>Wed, 04 May 2011 13:15:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Sabine Stamer fühlt sich nicht als Mrs. Tagesthemen. Das braucht sie auch nicht. In den vergangenen zwölf Jahren arbeitete die Ehefrau des Tagesthemen-Moderators Tom Buhrow als freie Journalist in Washington, DC und Paris. Sabine Stamer ist mehrfach ausgezeichnet, unter anderem &#8230; <a href="http://helge-fuhst.de/57/usa/das-ausland-war-eine-grose-bereicherung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Sabine Stamer fühlt sich nicht als Mrs. Tagesthemen. Das braucht sie auch nicht. In den vergangenen zwölf Jahren arbeitete die Ehefrau des Tagesthemen-Moderators Tom Buhrow als freie Journalist in Washington, DC und Paris. Sabine Stamer ist mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem CIVIS-Medienpreis. Ihre Veröffentlichungen als Buchautorin reichen von einer Biographie über den früheren Anführer der französischen Studentenbewegung, Daniel Cohn-Bendit, bis hin zum Reiseführer für die Casino-Metropole Las Vegas.</em></p>
<p><em></em><br />
<em>2006 veröffentlichte Sabine Stamer mit ihrem Ehemann Tom Buhrow Alltagsgeschichten aus den USA in „Mein Amerika, Dein Amerika“. Oft mit dem neuen Tagesthemen-Moderator beworben, stammt das gemeinsame Werk ursprünglich aus Stamers Füller. Die Geschichten basieren auf ihren Tagebuchaufzeichnungen.</em></p>
<p><em>Seit einem Jahr zurück in Deutschland wirft Sabine Stamer einen Blick auf ihre bisherige journalistische Arbeit, Politik und Journalismus in den USA. Bei allem fällt ihr auf: „Das Ausland war eine große Bereicherung“.</em></p>
<p style="text-align: right;">im September 2007</p>
<p><strong>Fuhst: „Sabine Stamer ist eine Niedersächsin“ – stimmt das?</strong></p>
<p>Stamer: Ja, ich bin in Helmstedt geboren, an der <em>Zonengrenze</em>.</p>
<p><strong>Fuhst: Gibt es noch Verbindungen nach Helmstedt?</strong></p>
<p>Stamer: Meine Eltern wohnen in Helmstedt. Ich besuche sie natürlich. Ich habe auch mein Buch über Daniel Cohn-Bendit während einer Helmstedter Kulturnacht vorgestellt. Zu meiner alten Schule, dem Julianum, gibt es leider weniger Kontakt. Irgendwie war das ein Jahrgang, der nicht so eng verbunden ist und nicht so intensiv Ehemaligen-Arbeit macht.</p>
<p><strong>Fuhst: Bei Ihrer Buchvorstellung in Hannover haben Sie die Gäste damit überrascht, dass Sie ursprünglich aus Hannover kommen!</strong></p>
<p>Stamer: Ja, das stimmt. Ich habe die ersten zwei Lebensjahre mit meiner Familie in der <em>Kleinen Düwelstraße</em> in Hannovers Südstadt gewohnt. Ich war danach nie wieder dort und kann mich an die Zeit natürlich nicht erinnern. Aber Sie bringen mich auf die Idee: Ich müsste mir die <em>Kleine Düwelstraße</em> eigentlich mal angucken. <em>(lacht)</em> Meine Eltern werden die Hausnummer noch wissen.</p>
<p><strong>Fuhst: Ihr Buch „Mein Amerika, Dein Amerika“, das Sie im vergangenen Jahr mit Ihrem Ehemann Tom Buhrow geschrieben haben, war ein riesiger Erfolg. Haben Sie mit einem so großen Erfolg gerechnet?</strong></p>
<p>Stamer: Ich habe gehofft, dass es viele Leserinnen und Leser finden würde. Mir persönlich war das Buch vor allem wichtig, weil es das Ergebnis eines jahrelangen Tagebuches ist. Da ist viel Herzblut und viel Persönliches hinein geflossen. Eine wunderbare Begleiterscheinung war die gemeinsame Buchtour mit meinem Mann. Es ist schön, sich nicht nur zu Hause am Frühstückstisch zu sehen, sondern in gemeinsamer Sache unterwegs zu sein. Wir haben sehr verschiedene Hobbys: Er joggt gerne und macht Musik, ich lese eher, fotografiere und mag bildende Kunst. Gut, dass es noch etwas anderes gibt, das uns zusammen hält. <em>(lacht)</em></p>
<p><strong>Fuhst: Sie sind zwölf Jahre lang im Ausland gewesen, in Washington, DC und Paris. Sind Sie 2006 in ein anderes Deutschland zurückgekehrt als Sie es 1994 verlassen haben?</strong></p>
<p>Stamer: Das Land hat sich verändert, wir selbst uns aber auch! Ich habe vor 25 Jahren in Hamburg studiert und Stadt und Leute damals nicht als kühl und abweisend empfunden. Jetzt allerdings empfinde ich das als merkwürdig: Sogar wenn man auf engstem Raum an der Elbe aneinander vorbeigeht, guckt jeder lieber auf die eigenen Schuhe als dem Gegenüber ins Gesicht. Dass mir das auffällt, liegt, glaube ich, an meinen Erfahrungen in Amerika. Außerdem sind hier alle drum bemüht, dass alles auf einer gleichen Ebene läuft. Keiner darf oben herausragen, keiner darf mehr Geld, Ruhm oder Bedeutung haben. Unsere Gesellschaft ist geprägt von Neid. Mein Eindruck ist, dass sich das verstärkt hat in den letzten zwölf Jahren aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation. Das finde ich sehr auffällig und ungesund.</p>
<p><strong>Fuhst: Sie haben zwei Reiseführer, zwei Biographien, einen politischen Interviewband und ein Buch über Rabenmütter verfasst. Wie kommt diese Vielfalt in Ihrer Arbeit?</strong></p>
<p>Stamer: Da ist keine richtige Karrierelinie drin. <em>(lacht)</em> So hin und her zu springen ist nicht der beste Weg, um sich beruflich etwas aufzubauen. Es ist leichter, sich einen Namen zu machen, wenn man die Themen eingrenzt. Früher habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht. Spaß gemacht hat es aber, weil ich mich immer mit Themen beschäftigt habe, die mich wirklich interessieren.</p>
<p><strong>Fuhst: Was steht bei Ihnen journalistisch als nächstes an?</strong></p>
<p>Stamer: Ich werde wieder ein Buch schreiben. Eigentlich würde ich auch gerne wieder für eine Zeitung oder Zeitschrift schreiben. Dabei möchte ich auch die Erfahrungen aus dem Ausland einfließen lassen. Es ist einfach toll, was man für einen anderen Blick bekommt, wenn man einige Zeit im Ausland war. Das ist eine große Bereicherung.</p>
<p><strong>Fuhst: Die USA als moderne Medien-Nation: Sollten wir uns mehr vom US-Journalismus abgucken?</strong></p>
<p>Stamer: Fernsehjournalisten sagen meist das Gegenteil. Das Programm in den USA ist sehr zerstückelt. Die Zuschauer verfolgen das Programm nicht so lange an einem Stück wie wir Deutsche. Darauf sind die Sendungen ausgerichtet. 45 Sekunden Nachricht, dann verspricht der Moderator: „I’ll be right back“ – und schon wieder Werbung. Das ist nervtötend und nicht gerade ein Vorbild. Aber ich finde, dass amerikanische Fernseh-Journalisten bessere Live-Berichterstattung bringen. Es geht wesentlich weniger schief, weil es mehr Standards gibt. Die Amerikaner haben aus ihren Erfahrungen einen Regelkatalog erarbeitet, an den sich jeder Korrespondent halten muss. Das amerikanische TV erlaubt nicht, dass neue Korrespondenten immer wieder die Fehler ihrer Vorgänger wiederholen, womöglich während der Sendung.</p>
<p><strong>Fuhst: Sind die Fernsehzuschauer in den USA andere als in Deutschland?</strong></p>
<p>Stamer: Ja, ich glaube schon. Die Amerikaner haben eine andere Sehgewohnheit. Die deutschen Zuschauer lieben eine Sendung wie die „Tagesschau“, in der das Neuste vom Tag <em>verkündet</em> wird. Das könnte man in den USA nicht machen. Das mögen die Zuschauer dort nicht. Aber in Deutschland kommt der offizielle Ton gut an. Wir müssen die amerikanischen Erfahrungen nicht eins zu eins kopieren, aber wir könnten einiges lernen.</p>
<p><strong>Fuhst: Wir Deutsche orientieren uns bei unserem Amerika-Bild fast ausschließlich an der Politik des US-Präsidenten. Haben wir dann immer das richtige Amerika-Bild?</strong></p>
<p>Stamer: Nein. Die USA besteht aus mehr als nur aus der Politik. Natürlich wurden die Präsidenten immer von der Mehrheit der Wähler gewählt. Aber ich finde schade, dass gerade im Augenblick viele die USA auf den Präsidenten reduzieren und gar nicht sehen, dass es noch ein Amerika unabhängig von George W. Bush, der Regierungspolitik und dem Irakkrieg gibt. Auch verstehe ich nicht, wie das zusammenpasst: Auf der einen Seite diese Ablehnung gegen <em>das</em> Amerikanische und auf der anderen Seite eine bedingungslose Kopiererei amerikanischer Gewohnheiten im Alltag. Warum muss denn ein Ausverkauf in Deutschland „sale“ heißen?</p>
<p><strong>Fuhst: Was für ein Bild haben die Amerikaner von uns Deutschen?</strong></p>
<p>Stamer: Deutsche sind allgemein gut angesehen. Das liegt vielleicht auch daran, dass jeder vierte Amerikaner deutsche Vorfahren hat. Außerdem gibt es viele US-Soldaten, die in Deutschland stationiert waren und die Verbindung weiterhin pflegen. Gelitten hat das positive Bild allerdings durch den Protest von Bundeskanzler Schröder gegen den Irakkrieg. Das war ein großer Einschnitt. Seit Angela Merkel Bundeskanzlerin ist, ist das Verhältnis wieder entspannter.</p>
<p><strong>Fuhst: Wer wird der nächste Präsident der USA?</strong></p>
<p>Stamer: Ich weiß es nicht. <em>(lacht)</em> Wir vergessen meist, dass in den USA immer noch sehr kurzfristig Kandidaten ins Rennen gehen, von denen wir jetzt noch gar keine Ahnung haben. Da ist also das letzte Wort noch nicht gesprochen. Wahrscheinlich wird der nächste amerikanische Präsident – oder die Präsidentin – aus dem demokratischen Lager kommen. Im Vordergrund stehen zurzeit Barack Obama und Hillary Clinton.</p>
<p>Was Hillary Clinton angeht, spricht folgendes gegen einen Wahlsieg: Sie ist bekanntermaßen groß geworden mit relativ linken Positionen, die sie später verlassen hat – und das auf eine nicht sehr überzeugende Art, sondern aus Opportunismus. Viele Menschen haben gemerkt, dass sie das nur gemacht hat, um mehrheitsfähig und wählbar zu werden. Die Linken sind nun sauer, weil sie ihre Positionen verlassen hat und die Rechten können Hillary Clintons jetzigen Positionen nicht ganz trauen. Aber bis zur Wahl kann es ja noch einige Überraschungen geben.</p>
<p><strong>Ich danke Ihnen für das Gespräch!</strong></p>
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		<title>Ich habe das Gefühl, er will das tun, was dem Land gut tut.</title>
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		<pubDate>Wed, 04 May 2011 13:12:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Helen Thomas ist die Grand Dame des amerikanischen Journalismus. Sie wacht seit einem halben Jahrhundert über die Mächtigen im Weißen Haus. Seit John F. Kennedy hat sie jeden Präsidenten persönlich kennengelernt, ausführlich und über die Dauer ihrer Amtszeit hinaus. Vor &#8230; <a href="http://helge-fuhst.de/53/usa/ich-habe-das-gefuhl/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Helen Thomas ist die Grand Dame des amerikanischen Journalismus. Sie wacht seit einem halben Jahrhundert über die Mächtigen im Weißen Haus. Seit John F. Kennedy hat sie jeden Präsidenten persönlich kennengelernt, ausführlich und über die Dauer ihrer Amtszeit hinaus. Vor allem aber hinter den Kulissen. Die Zeitungskorrespondentin sitzt bis heute in der ersten Reihe der Press-Briefings im Weißen Haus. Ihr Sitz ist der einzige mit einer Plakette. Er trägt ihren Namen.</em></p>
<p><em> </em><em>Den Demokraten stand sie schon immer näher als den Konservativen, mit Barack Obama teilt sie sich sogar den Geburtstag – nur ein anderer Jahrgang, versteht sich. Helen Thomas ist 89 Jahre alt.</em></p>
<p><em> </em><em>Helge Fuhst hat die „First Lady of the Press“ in ihrer Redaktion besucht. Hier einige Ausschnitte aus 90 Minuten Gespräch über Amerika und die Politik.</em></p>
<p style="text-align: right;">im August 2009</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Fuhst: Vor knapp einem Jahr wurde Obama zum US-Präsidenten gewählt. Die Wähler wollten „Hoffnung und Wandel“. Was haben sie bekommen?</strong></p>
<p>Thomas: Sie haben einen großartigen Präsidenten bekommen. Barack Obama ist selbstbewusst und mutig. Und diese Eigenschaften braucht ein Präsident. Obama hat in jungen Jahren schon alles erreicht. Er ist im höchsten Amt angekommen. Ich habe das Gefühl, er will nun einfach das tun, was fürs Land gut ist. Er denkt nicht ganz so viel an die kommenden Wahlen. Doch leider hat er wohl viele Berater, die strategisch planen wollen. Sonst hätte er zumindest bei der Reform der Krankenversicherung anders gehandelt: mutiger.</p>
<p><strong>Fuhst: Dabei brauchte er in den ersten Monaten im Amt gar nicht viel Mut. Denn die Republikaner trugen die Wirtschaftspolitik mit und waren selbst so geschwächt, dass sie keine Oppositionsarbeit gegen den neuen Präsidenten machten.</strong></p>
<p>Thomas: Vor allem aber lieben die Republikaner und ihre Freunde an der Wall Street Geld. Deshalb haben sie gerne Obamas Politik der „Bank Bail-Outs“ mitgetragen. Als es dann zur Begrenzung von Bonus-Zahlungen kam, waren sie auf einmal anderer Meinung. Ich glaube ohnehin nicht an Obamas Strategie, Demokraten und Republikaner konstruktiv zusammenarbeiten zu lassen. Zurzeit ist es außerdem noch viel schlimmer. Noch nie habe ich so viel Missgunst und Hass im politischen Washington gesehen. Die Seiten stehen sich ziemlich krass gegenüber, egal ob es um Immigration oder Gesundheitsreform geht. Und in dieser Situation will Obama auf Kooperation setzen. Das wird nicht klappen. Denn von den Republikanern will niemand, dass Obama Erfolge feiert. Das ist Politik, da gönnen sich Gegner nun mal nichts.</p>
<p><strong>Fuhst: Wo sind dann Obamas größte inhaltliche Fehler in der Regierungsarbeit?</strong></p>
<p>Thomas: Obama hätte nicht die Kriege Bushs weiterführen dürfen. Afghanistan ist vollkommen unmöglich zu gewinnen. Alexander der Große, die Briten und die Russen: Sie alle haben es versucht und doch nicht hinbekommen. Sie alle haben Afghanistan wieder verlassen. Und niemand hat sie als Verlierer betitelt, so wie es viele in unserem Land fürchten, falls wir aufgeben.</p>
<p><strong>Fuhst: Und im innenpolitischen Bereich?</strong></p>
<p>Thomas: Die Gesundheitspolitik hat er völlig dem Kongress überlassen. Das war ein großer Fehler! Damit macht er genau das Gegenteil von Hillary Clinton, die vor 15 Jahren hinter verschlossenen Türen eine Reform ausarbeitete und dann dem Kongress erst vorlegte. Das hat auch nicht geklappt.</p>
<p><strong>Fuhst: Im September hat Obama es mit einer großen Rede vor dem Kongress versucht – sein Startschuss für den Kampf um das richtige Versicherungssystem. Hat das überzeugt?</strong></p>
<p>Thomas: Seine Rede zur Gesundheitsreform war sehr gut. Nur habe ich eins vermisst: Er hat sich nicht klar für die staatlich basierte Gesundheitsversicherung ausgesprochen. Außerdem hat er gesagt, er sei der letzte Präsident, der für dieses Thema kämpfen müsse. Aber das stimmt doch überhaupt nicht. Er wird natürlich nicht der letzte sein. Auch nach ihm werden Präsidenten um die staatliche Versicherung kämpfen müssen. Denn die privaten Versicherer beuten die Menschen aus. Sie machen viel Geld auf Kosten der Menschen und deren Krankheiten.</p>
<p><strong>Fuhst: Wird Obama bei diesem Thema am Ende noch einen Erfolg erzielen können?</strong></p>
<p>Thomas: Ja, das denke ich schon. Irgendeine Einigung wird es geben. Aber wahrscheinlich nicht das, was Amerika so sehr braucht: eine Versicherung für jeden Amerikaner. Was bringt es, wenn nur diejenigen eine Krankenversicherung bekommen, die auch Arbeit haben. Was machen all die anderen, die arbeitslos sind? Sie haben kein Geld für die hohen Arztrechnungen, müssen oft so weit gehen, dass sie ihr Haus verkaufen – alles für ihre Gesundheit. Das ist doch Wahnsinn! Schauen wir uns doch mal um: Kein anderes westliches Industrieland hat so ein schlechtes System wie wir. Und das Traurigste: Anstatt für die Gesundheit Geld auszugeben, zahlen wir Monat um Monat Milliarden an Dollar für Kriege im Irak und anderswo.</p>
<p><strong>Fuhst: Wenn Obama es noch nicht einmal schafft, die über Jahrzehnte diskutierte Gesundheitsreform durchzuführen – wird es sie jemals in den USA geben?</strong></p>
<p>Thomas: Wir brauchen einen Präsidenten, der ganz klar zur Reform steht und sagt: Das muss im Gesetz enthalten sein und nur so unterzeichne ich es auch. Andere Präsidenten vor Obama haben das auch geschafft: Lyndon B. Johnson drückte 1965 „Medicare“ durch, Roosevelt konnte 1935 sogar mitten in der Weltwirtschaftskrise „Social Security“ einführen. Es ist also möglich, solch große Reformen durchzusetzen. Man muss es nur wollen und sich voll dafür einbringen.</p>
<p><strong>Fuhst: Sie haben Präsident Obama auf der persönlichen Ebene viel Gutes ausgestellt, beim Umsetzen der Politik sind Sie jedoch mit vielem noch nicht einverstanden. Was ist er denn nun, ein guter oder schlechter Präsident?</strong></p>
<p>Thomas: Ich glaube, es ist noch zu früh, um das eindeutig sagen zu können. In jedem Fall ist er ein großer Redner und kann die Leute überzeugen und mitnehmen. Das zählt sehr viel. Um eine erfolgreiche Amtszeit als Präsident zu haben, muss er nach vier Jahren eine anständige Krankenversicherung nachweisen können und die Kriege in Afghanistan und im Irak beendet haben. Dann kann er sich sehen lassen. Doch es warten noch weitere Baustellen auf ihn: Unser Bildungssystem braucht viel mehr Geld und die Infrastruktur ist in vielen Teilen am Zusammenbrechen. Da geht es auch wieder um Schulen. Viele Gebäude machen es nicht mehr lange.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Gespräch!</strong></p>
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		<title>Obama hat den Krieg geerbt</title>
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		<pubDate>Wed, 04 May 2011 13:09:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In mehr als 140 Ländern ermittelt Gallup Trends und Meinungen. Gemeinsam mit Amerikas größter Tageszeitung USA Today befragt das älteste Umfrageinstitut der USA jährlich 60.000 Menschen. Gallup lieferte die meistzitierten Zahlen im Wahlkampf 2008. Im Interview mit Helge Fuhst analysiert &#8230; <a href="http://helge-fuhst.de/51/usa/obama-hat-den-krieg-geerbt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>In mehr als 140 Ländern ermittelt Gallup Trends und Meinungen. Gemeinsam mit Amerikas größter Tageszeitung USA Today befragt das älteste Umfrageinstitut der USA jährlich 60.000 Menschen. Gallup lieferte die meistzitierten Zahlen im Wahlkampf 2008. Im Interview mit Helge Fuhst analysiert Chefredakteur Frank M. Newport die Chancen der Republikaner, bei den Wahlen 2010 und 2012 einen Erfolg zu feiern.</em></p>
<p style="text-align: right;"><em>im Oktober 2009</em></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Fuhst: Seit der verlorenen Wahl sind die Republikaner in einem Tief und unzufrieden. Den Parteivorsitzenden Michael Steele kennen die meisten Mitglieder gar nicht.</strong><strong> </strong></p>
<p>Newport: Steele spielt vielleicht parteiintern eine Rolle – immerhin ist er Parteivorsitzender. Wir vermuten, dass er aber auch innerhalb der Partei nur einen geringen Bekanntheitsgrad hat. Auf nationaler Bühne ist er keine entscheidende Figur. Sein Name ist nicht bekannt genug, dass er Einfluss haben könnte. Wir führen zurzeit noch nicht einmal aktuelle Umfragewerte zu seiner Person.</p>
<p><strong>Fuhst: Das nächste Ziel sind die Zwischenwahlen im November 2010. So langsam zeigen die Republikaner Opposition zu Obamas Politik und schießen sich auf seine Gesundheitsreform ein. Wird das ein Comeback für die “Grand Old Party”?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Newport: Normalerweise verliert die Partei, die den Präsidenten im Weißen Haus stellt, bei den Zwischenwahlen immer ein paar Sitze im Kongress. Aus historischer Sicht müssen wir davon ausgehen, dass die Republikaner 2010 ein paar Sitze dazu gewinnen werden. Unsere aktuellen Umfragen zeigen auch, dass die Chancen dafür gut stehen, denn die Demokraten verlieren an Zuspruch. Es wird zum großen Teil jedoch von den Themen des Wahlkampfes 2010 abhängen: Bleibt die Wirtschaft ein so großes Sorgenkind? Dann gibt es Zulauf für die Republikaner. Außerdem scheint der Afghanistankrieg sich zu einem Problem für Obama und die Demokraten zu entwickeln. Auch wenn Obama den Krieg nicht begonnen hat, hat er ihn nun vollends geerbt. Die Leute rechnen ihm Sieg und Niederlage an. Da ist also noch viel Spielraum drin.</p>
<p><strong>Fuhst: Wer wird 2012 für die Republikaner starten und Obama herausfordern?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Newport: Es ist noch viel zu früh, um eine seriöse Vorhersage zu machen. Alle Umfragen, die wir jetzt durchführen, spiegeln nur die momentane Situation wieder. Vor vier Jahren hätte wahrscheinlich niemand darauf getippt, dass ein unbekannter Senator aus Illinois mit Namen Barack Obama Präsident der Vereinigten Staaten werden würde. Es lohnt sich jedoch, ein paar wichtige Köpfe zu beobachten. Drei Namen stehen da oben auf unserer Liste. Einer davon ist Mitt Romney. Aus heutiger Sicht hat er eine der besten Chancen auf die Kandidatur 2012. Seine Wirtschaftskompetenz als erfolgreicher Unternehmer ist ein Bonus in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Außerdem ist seine Integrität sehr hoch. Er hat eine saubere Weste und das kommt in der Politik nur noch selten vor. Auch Sarah Palin steht auf der Liste. Ihren Namen kennt einfach jeder. Ihre Kandidatur als Vizepräsidentin im vergangenen Jahr hat sie auf einen Schlag berühmt gemacht. Palin war auf den Titelseiten aller großen Zeitschriften. Außerdem hat sie die Unterstützung der konservativen Basis. Ein weiterer Tipp ist Newt Gingrich, ehemaliger Fraktionsvorsitzender im Repräsentantenhaus. Er war in der Partei oft die treibende Kraft, Inhalte und Konzepte mit einzubringen. Das ist seine Stärke. Die Menschen erinnern sich jedoch noch an seinen unehrenhaften Abgang von der politischen Bühne. 1999 wurde er parteiintern von seinem Posten als Fraktionsvorsitzender gedrängt.</p>
<p><strong>Fuhst: Müssen sich die Republikaner auch inhaltlich wandeln, um langfristig Mehrheiten erlangen zu können?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Newport: Das wichtigste Thema zurzeit ist die Wirtschaft. Es würde also helfen, wenn die Republikaner ein eigenes Konzept hätten, um aus der Wirtschaftskrise zu kommen. Die Republikaner hätten hier ein leichtes Spiel. Denn eigentlich sind die meisten Amerikaner für einen kleinen Staatshaushalt – sprich für die konservative Haushaltsführung – und nicht für den Kurs der Demokraten. Aber das eigentliche Problem sieht so aus: Die Republikaner haben eine „emotionale“ Parteibasis. Das sind die streng konservativen, sehr religiösen Anhänger. Die meisten von ihnen stehen Wandel skeptisch gegenüber. Sie kämpfen für ihre ethischen und moralischen Grundsätze und sehen in Obama einen gefährlichen Sozialisten. Um langfristig mehrheitsfähig zu bleiben, müssten sich die Republikaner etwas der Mitte nähern, dafür aber bei einigen konservativen Themen moderater werden. In dem Zuge würden sie Stimmen ihrer treuen konservativen Basis verlieren. Eins ist sicher: Wenn die Republikaner 2012 den Präsidenten stellen wollen, brauchen sie einen extrem charismatischen Kandidaten, der auch Wähler der Mitte abgreift.</p>
<p><strong>Fuhst: Hat sich die Partei schon durch den Außenseiter und teilweise moderaten Kandidaten John McCain verändert? Wie viel ist noch von der konservativen Bush-Partei übrig?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Newport: Sicher war McCain nicht der typisch konservative Kandidat. Aber deshalb hat er ja Sarah Palin als Vize ausgewählt. Sie sollte alles abdecken, was ihm für die konservative Basis fehlte. Bush hat die Basis alleine bedienen können. Bei seiner Wiederwahl 2004 hat sein Berater Karl Rove dafür gesorgt, dass Bush regelmäßig der konservativen Basis zuspielte. Gleichzeitig verbreitete Bush die Ansicht, nur er könne Amerika nach dem 11. September sicher machen. 2012 wird das Thema “Terrorismus” fehlen. Dann reicht ein Kandidat, der die konservative Basis anspricht, möglicherweise nicht aus.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Gespräch!</strong></p>
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		<title>Obamas Stern ist deutlich gesunken</title>
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		<pubDate>Wed, 04 May 2011 12:37:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Stephen Wayne begleitet seit Jahrzehnten die mächtigen Männer im Weißen Haus. Im Gespräch mit Helge Fuhst zieht der Professor der Georgetown University und bekennende Hillary Clinton-Fan eine gemischte Bilanz zu Obamas erstem Amtsjahr. im November 2009 Fuhst: Ganz so rund &#8230; <a href="http://helge-fuhst.de/48/usa/obamas-stern-ist-deutlich-gesunken/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><em>Stephen Wayne begleitet seit Jahrzehnten die mächtigen Männer im Weißen Haus. Im Gespräch mit Helge Fuhst zieht der Professor der Georgetown University und bekennende Hillary Clinton-Fan eine gemischte Bilanz zu Obamas erstem Amtsjahr.</em></p>
<p style="text-align: right;">im November 2009<em><br />
</em></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Fuhst: Ganz so rund läuft es für Präsident Obama ja noch nicht. Hatte er erwartet, nach einem Jahr vor so großen innenpolitischen Problemen zu stehen?</strong></p>
<p><strong> </strong>Wayne: Nein, ich glaube, er hatte das wirklich anders erwartet. Obamas Philosophie ist von Anfang an gewesen, einen gemeinsamen Nenner mit den Republikanern zu finden, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Das geht nun nicht auf. Er hat es mit einem politischen System zu tun, das darum kämpft, den Status quo zu erhalten. Und der heißt Konfrontation. Im Wahlkampf hatte er deshalb versprochen, Politik und Politikstil in Washington ändern zu wollen. Das hat er zum Teil getan, doch das politische System wird Obama mehr verändern, als er das System verändern kann.</p>
<p><strong>Fuhst: Hat er diese Erfahrung etwa mit der Gesundheitsreform machen müssen?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Wayne: Ja. Das war bisher auch sein größter Fehler. Er hat das Gegenteil der Bush-Regierung getan und dem Kongress zu viel Macht gegeben. Bei Gesundheitsreform, dem Energiegesetz und dem Konjunkturpaket hat er praktisch alles in die Hände des Kongresses gelegt. Der nimmt das gerne an und so verselbstständigt sich die Gesetzgebung: Die Abgeordneten machen untereinander Deals, feilschen so lange, bis für jeden etwas für den eigenen Wahlkreis dabei herausgesprungen ist. Das macht den politischen Prozess jedoch ineffizient. Obama hat also bei Weitem nicht so viel erreichen können, wir er es sich gewünscht hatte. Auch sein politischer Stern ist deutlich gesunken. Das wiederum ist gar nicht so schlecht. Denn die Erwartungen an ihn waren vollkommen unrealistisch. Ich habe seit Anfang an darauf hingewiesen, dass auch Obama nicht über Wasser gehen kann. Er wird dabei genauso nass wie jeder andere Politiker. Das sehen wir jetzt. Unterm Strich war es für Obama aber doch ein ziemlich gutes erstes Regierungsjahr. Ich gebe ihm gute Noten für seine Wirtschafts- und Außenpolitik. Er hat das Ansehen der USA in der Welt wieder hergestellt.</p>
<p><strong>Fuhst: Rhetorik und Auftritt schienen im Wahlkampf Obamas größte Stärken. Nützt ihm das jetzt auch im Präsidentenamt?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Wayne: Obamas Auftritte sind inflationär! Er hat die Menschen überstrapaziert mit seinen Reden. Er ist ständig im Fernsehen. Wenn man in den Kalender des Weißen Hauses schaut, findet man oft bis zu vier Auftritte pro Tag. So viel hat sich noch kein Präsident in der Öffentlichkeit sehen lassen. Obama hat das für seine politischen Anliegen auf jeden Fall nicht geholfen. Er hat den Status des Präsidenten abgewertet. Deshalb sollte er gründlicher die Veranstaltungen aussuchen, die er wahrnimmt. Doch das wird wohl nicht passieren, denn Obama liebt die Menschenmassen, er liebt es, rauszugehen, sich feiern zu lassen. Er weiß, wie gut er ankommt.</p>
<p><strong>Fuhst: Die Konservativen in den USA malen Obama als Sozialisten, Kommunisten und Nazi auf Plakate. Was für eine Politik hat er im ersten Amtsjahr denn eigentlich betrieben?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Wayne: Obama hat sich klar in der Mitte positioniert. Daher ist es aber auch keine Überraschung, dass er von beiden Seiten heftig angegriffen wird, von links und von rechts. Für viele liberale Anhänger ist die Enttäuschung sogar größer, weil Obama so deutlich auf die Republikaner zugeht. Am Ende könnte seine Strategie aber doch noch aufgehen. Ich denke, es wird eine Gesundheitsreform geben, wenn auch deutlich abgeschwächt von Obamas Vorstellungen. Trotzdem wird er diesen innenpolitischen Punkt für sich als Sieg erklären und damit die liberale Anhängerschaft befriedigen.</p>
<p><strong>Fuhst: Im Wahlkampf wurde Obama oft mit Ex-Präsidenten wie Lincoln, Kennedy, Roosevelt, Reagan oder auch Clinton verglichen. Passen Obama als Präsident nun die Schuhe dieser großen Staatsmänner?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Wayne: Da gibt es schon die ein oder andere Ähnlichkeit. Doch Obama ist er selbst, mit seinem eigenen Stil, der in die heutige Zeit passt. Er folgt nicht einem bestimmten Präsidenten. Mit Lincoln hat er gemein, dass sie ihre größten Rivalen nah an sich halten. Hillary Clinton sitzt direkt bei Obama im Kabinett. Genau wie Roosevelt hat er die Macht in Zeiten einer Rezession übernommen. Doch hat Obama sogar noch schneller auf die Krise reagiert als damals Roosevelt. Obamas Wirtschaftsberater haben ihm genau das vor Amtsantritt erzählt: Roosevelt habe zu lange gebraucht. Den Fehler hat Obama also nicht wiederholt. Und er hat es wie Reagan in den 1980ern geschafft, die Stimmung in den USA zu kippen. Die Menschen sind wieder optimistisch. Vor Obamas Amtsantritt sahen 80 Prozent der Amerikaner ihre Zukunft negativ. Von Kennedy hat er die großartige Rhetorik und den Idealismus. Und Obama ist wie Clinton sehr smart, nur viel disziplinierter.</p>
<p><strong>Fuhst: Kritiker warnten vor der Wahl, Obama könnte ein zweiter Jimmy Carter werden – ein schwacher Präsident, der nach vier Jahren wieder abgewählt werden könnte.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Wayne: Die Gefahr sehe ich nicht. Obama delegiert, Carter konnte das nicht. Obama setzt sich angemessen für Menschenrechte ein, während Carter von dem Thema besessen war. Obama weiß, dass er im politischen System zurechtkommen muss. Carter hingegen hat es abgelehnt, sich in das Washingtoner System einzufügen. Die zwei agieren also vollkommen verschieden.</p>
<p><strong>Fuhst: Was werden die größten Herausforderungen für die Obama-Regierung im zweiten Amtsjahr sein?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Wayne: Er scheint echte Probleme in Afghanistan zu kriegen. Was oft nicht berichtet wird: Vor allem innerparteilich fehlt ihm hier die Rückendeckung. Die Basis der Demokraten ist noch viel zu traumatisiert von Vietnam und dem Irakkrieg, dass sie eher vor der Herausforderung Afghanistan wegläuft, als dort mit Obama für einen aussichtslosen Sieg zu kämpfen. Innenpolitisch wird sich Obama nach der Gesundheitsreform die Immigrationspolitik vornehmen müssen. Hier stehen Republikaner und Demokraten weit auseinander. Nicht einfach, nach Obamas Philosophie auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Gespräch!</strong></p>
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		<title>Helge Fuhst moderiert Jubiläum der Sir-Greene-Stiftung</title>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2011 11:28:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 25. Mai 2011 feiert die Sir-Hugh-Carleton-Greene-Stiftung (gegründet vom Presse Club Hannover und der BBC in London) ihr zehnjähriges Bestehen. Die Festveranstaltung im Kastens Hotel Luisenhof wird moderiert von Helge Fuhst und Per Eggers. Darunter eine Podiumsdiskussion mit den Gästen &#8230; <a href="http://helge-fuhst.de/6/news/helge-fuhst-moderiert-jubilaum-der-sir-greene-stiftung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 25. Mai 2011 feiert die Sir-Hugh-Carleton-Greene-Stiftung (gegründet vom Presse Club Hannover und der BBC in London) ihr zehnjähriges Bestehen. Die Festveranstaltung im Kastens Hotel Luisenhof wird moderiert von Helge Fuhst und Per Eggers.</p>
<p>Darunter eine Podiumsdiskussion mit den Gästen Tom Junkersdorf (Chefredakteur Bauer-Verlag), Georg Poetzsch (Chefredakteur Hit-Radio Antenne Niedersachsen), Elke Haferburg (Direktorin, NDR LFH Mecklenburg-Vorpommern), Prof. Bernd Schmidt (FH Hannover) und Dr. Felix Gress (Unternehmenskommunikation Continental AG).</p>
<p>Diskussionsthema: „Wie wird man heute Journalist?“</p>
<p><iframe width="640" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/BJI-4jjnuNQ?hd=1" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><a title="Sir Greene Stiftung" href="http://www.sir-greene-stiftung.de " target="_blank">www.sir-greene-stiftung.de </a></p>
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